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Dies und Das aus der Verlegerei

Leseschmankerl zum Monat Juli: «Yvonne: Ich hätte ganz gerne, dass man mir nachschenkt. Ich kann mich kein bisschen bewegen in dieser Kuhle. Eric: (Er gießt ihr das Champagnerglas voll, das sie ihm hinhält, und reicht es ihr.) Möchtest du Oliven? Yvonne: Nein. Ich sitze in einer Schwade Mücken. (Yasmina Reza, Bella Figura)

Leseschmankerl zum Monat Juni: «Alles umher prangte von Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren. Entzückt von der Schönheit und Einsamkeit des Orts sagten sie: Hier ist gut wohnen ...» - und weiter in dieser Idylle in: Joseph Albrecht von Ittner: Hero und Leander am Bodensee

Leseschmankerl zum Monat Mai (Bonustrak): «Der schöne Maimorgen leckte mir den Nacken. Schon ächzt die Sonne. Der Himmel himmels-, sein Spiegelsee mehr wasserblau. Im blauen Sandwich abgestuftes Frühjahrsgrün, noch kein Sommereinerlei... » (Himmelhohes Krähengeschrei - Drei Tage auf dem Jakobsweg, beginnend am Bodensee, weit vor Compostela endend mit dem Versuch, rasch das Glück zu packen, Herman Kinder)

Leseschmankerl zum Monat Mai: «Ein schwieriger Marsch, auf dem es etwas zu sehen gibt, ist eigentlich nie allzu ermüdend. Die Vielgestaltigkeit des unteren Tals, überraschende Ausblicke, das saftige Grün der Maulbeerbäume und die begegnenden Menschentypen machten die steinige Straße und das grelle Licht wett.» (Von Kabul nach Shanghai, Werner Otto von Hentig)

Leseschmankerl im April: «Als er nun am ersten April des Jahres 1600 usf. über die Brandstätte des unglücklichen Hus nach dem Wirtshause wie gewöhnlich ging, so sagte er in einem Selbstgespräch zu sich: «Traun! Seewein trinken und Mädchen lieben ist doch besser als Ketzereien stiften und lebendig gebraten werden!» (Hero und Leander am Bodensee, Johann Albrecht von Ittner)

Zitat des Monats März: «Aus einem Brief anfang März erfährt sie mehr über seinen veränderten Alltag und seine Einsamkeit: ‹Um dem Zusammengepferchtsein auch hier, im englischen POW-Lager, zu entgehen, habe ich mich auf eine Farm gemeldet; ich hüte nun eine große Schafherde und bewohne einen Schäferkarren, ganz allein! Jeden Abend freue ich mich auf die Abgeschiedenheit und die Stille in meiner Behausung: was für ein Luxus!›» (Ilse Rau, Meine Mara-Jahre )

Februar: In diesem Spätwinter pfeifen die regionalen Vögel ein anderes Lied von den Bäumen: https://www.thurgaukultur.ch/magazin/3484

Januar: «Peter, Peter, ich fürchte, dass meine Heimat nicht in Konstanz sein wird, dazu hat mir das Zeltdach zu oft über den Kopf geflattert, aber was wissen wir von uns, es ist Unsinn, so etwas zu sagen. «Inschallah» ruft der Muezzin hinter unserm Haus und er hat Recht.»
Fritz Mühlenweg in einem Brief aus Hami am Rand der Wüste Gobi, im Januar 1928. Nach fast einem Jahr als Rechnungsführer bei der letzten großen Ostasien-Expedition Sven Hedins, ahnte er, dass ihn ein anderer Phantasiestoff erwartete als sein bisheriges Drogistenleben.

 


 
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