Franz Michael Felder LIBELLE VERLAG - FRANZ MICHAEL FELDER - REICH UND ARM
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Felders letzter Roman – in neuer Edition: Eine Geschichte aus dem 19. Jahrhundert und ein Gegenwartsroman für uns Heutige.
[Stimmen aus dem Feuilleton] | [Angaben zu Autor und Herausgeber]


Franz Michael Felder, Reich und Arm

F R A N Z   M I C H A E L   F E L D E R
Reich und Arm

Eine Geschichte aus dem Bregenzerwalde.
Herausgegeben von Jürgen Thaler und Ulrike Längle
Mit einem Nachwort von Karl Wagner

416 S., broschiert

Euro 22,30 [D] / 22,90 [A]
ISBN 978-3-905707-17-5

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Der Roman, den Franz Michael Felder inmitten der politischen Kämpfe seiner letzten Jahre schrieb.

Das Buch
Eine Geschichte aus dem Bregenzerwald, wo der Blick über den Kirchturm und die Wiesen um das Dorf Au zur Kanisfluh geht. Die Menschen in dieser Idylle geraten aber durch Geldverhältnisse, die Gerüchte und Händel im Wirtshaus – wie auch durch Wortmißbrauch von der Kanzel her – unter Druck.
Um zwei Jugendfreunde, die trotz sozialer Unterschiede zusammenhalten wollen, und um sittenstrenge, auch eigenwillige Frauen auf der Suche nach eigenen Wegen hat Franz Michael Felder seinen letzten Roman gebaut. Eine Geschichte, reich an Spannungen in der dörflichen Enge, in einem bäuerlichen Jahresreigen von der Kirchweih bis zur Besänftigung der Brunnengeister.
Am Ende bekommt der reiche Hans vom Stighof seine lang heimlich geliebte Angelika, Tochter eines zugezogenen Aufsteigers. Die Magd Dorothee heiratet ihren seßhaft gewordenen Jos und der mittellose Andreas, der ins Militär verkauft worden ist, wird zum Kaufmann des Dorfs bestellt. Nur ein Brandstifter ist im selbstgelegten Feuer geblieben.
Wenn schließlich alles in einem Hochzeitsfest und allgemeiner Zufriedenheit endet, erfüllt sich der Autor zugleich seine Utopie vom genossenschaftlichen Leben, für das er politisch eintrat. Literatur zielt bei Franz Michael Felder auf Veränderbarkeit beengender Verhältnisse, noch wo sie die Zerstörung überkommener Lebensformen anschaulich macht.
»"Reich und Arm" ist ein sozialer Roman auch darin, daß er die soziale Obdachlosigkeit präzise erforscht, (…) also auch ein Gegenwartsroman für uns Heutige« (Karl Wagner in seinem Nachwort).

Der Autor
Franz Michael Felder (1839–1869), der berühmteste Vorarlberger seines Jahrhunderts, wuchs in Schoppernau auf. Ein Bauer, aber ein lesender Bauer, der so seinen Horizont weitet. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von Handelsmonopolen und die weltanschauliche Zurüstung der Untertanen durch eine bildungsfeindliche Kirche erkannte Felder bald als die Grundprobleme seiner Heimat.
Als 27-Jähriger gründete er eine landwirtschaftliche Genossenschaft. Vom Pfarrer verhetzt als »Freimaurer« und »Rot-Republikaner«, organisierte er u. a. eine erste Volksbücherei. Mit Gleichgesinnten versuchte er eine Reformpartei.
Zu größerem Ruhm kam Felder als Schriftsteller. Nach mehreren Veröffentlichungen kam sein erster Zeitroman (»Sonderlinge«) 1867 bei Hirzel heraus, und er wurde in Leipzig Ehrenmitglied des dortigen Germanistenclubs. In dieser Zeit schreibt er an seinem Roman »Reich und Arm«, in dem er die Lebensthemen des sozialen Reformers mit seiner Heimatliebe verwob.

Die Herausgeber, der Kommentator
Ulrike Längle leitet seit 1984 das Franz-Michael-Felder-Archiv zur Vorarlberger Literatur in Bregenz. Daneben wirkt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Gemeinsam mit Jürgen Thaler hat sie bei Libelle auch Felders Roman »Nümmamüllers und das Schwarzokaspale« sowie den Katalog »Ich, Felder. Dicheter und Rebell.« herausgegeben.
Jürgen Thaler studierte Germanistik in Wien, Berlin und Jerusalem. Seit 1999 leitender Literaturarchivar am Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek. Im Zeichen der Libelle hat er den Briefwechsel zwischen Kaspar Moosbrugger und Rudolf Hildebrand (Briefe 1869–1894) herausgegeben sowie den Ausstellungskatalog zur Felder-Ausstellung in Schoppernau bearbeitet. Gemeinsam mit Ulrike Längle hat er bei Libelle auch Felders Roman »Nümmamüllers und das Schwarzokaspale« sowie den Katalog »Ich, Felder. Dicheter und Rebell.« herausgegeben
Karl Wagner ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich. Er umreißt in seinem Nachwort den Kontext von Felders Roman in Literatur und Gesellschaft des österreichischen 19. Jahrhunderts.



Stimmen aus dem Feuilleton:
Franz Michael Felder steht im mit seinem letzten Vorarlberg-Roman »Reich und Arm« auf der ORF Bestenliste! (Januar 2008: Platz 6; Februar 2008: Platz 4)
»Der kleine, aber engagierte Libelle-Verlag hat einen Klassiker des poetischen Realismus in Österreich neu aufgelegt. In seinem Roman "Reich und Arm", 1868 erstmals erschienen, erzählt der Vorarlberger Franz Michael Felder eine sozialkritische Geschichte aus dem Bregenzerwald. Der Germanist Karl Wagner hat ein instruktives Nachwort zu dem Band beigesteuert: "'Reich und Arm'" ist ein sozialer Roman auch darin", schreibt Wagner, "daß er die soziale Obdachlosigkeit präzise erforscht, also auch ein Gegenwartsroman für uns Heutige ist."«

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