Georges Perec LIBELLE VERLAG - GEORGES PEREC - VERSUCH, EINEN PLATZ IN PARIS ZU ERFASSEN
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»Das Büchlein gehört zu den modernen Klassikern.« Stefan Zweifel, NZZ

Paris, Blicke
[Stimmen aus dem Feuilleton] | [Angaben zum Autor]


Georges Perec, Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen

G E O R G E S   P E R E C
Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen

Aus dem Französischen und mit einer Nachbemerkung von Tobias Scheffel
64 S., kartoniert
Euro 12,80 [D] / 13,15 [A]
ISBN 978-3-905707-44-1

September 2010

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Ein freundlicher dichter Meistertext eines Großmeisters der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Das Buch
Vom 18. bis 20. Oktober 1974 lässt sich Perec zu unterschiedlichen Tageszeiten in Cafés und am Brunnen der Place St. Sulpice nieder und notiert, was sich Touristen oder Reiseschriftsteller aufschreiben. Er schaut dem chaotischen Durchgangsleben rund um die Kirche zu, er registriert auch, was geschieht, wenn ?eigentlich nichts passiert. Unermüdlich neugierig darauf, wie die Wahrnehmungsbilder sein Denken verändern. Perec lesend, schärfen wir unseren eigenen Blick.

Der Autor
Georges Perec (1936–1982), geboren in Paris, als Kriegswaise bei Verwandten aufgewachsen, lernte die Stadt und ihre quartiers auch durch seine ruhelosen Wohnungswechsel kennen.
Die experimentelle Literaten- und Mathematikergruppe OuLiPo gewann in ihm eines ihrer innovativsten Mitglieder. Ab 1965 mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet, arbeitete Perec (schlecht bezahlt) fast 20 Jahre lang in der Dokumentation des Hôpital Saint-Antoine in Paris. Mit seinem Romanwerk »Das Leben. Gebrauchsanweisung« bleibt er ein Großmeister der Literatur des 20. Jahrhunderts.



Stimmen aus dem Feuilleton

Platz da für die literarische Anschauung!
»Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen«, so heißt ein schmaler Text, den Georges Perec Mitte der siebziger Jahre schrieb. Und auch wenn Tobias Scheffel ihn nun excellent übersetzt hat, lohnt sich ein kurzer Seitenblick auf den Originaltitel, »Tentative d’épuisemen d'un lieu Parisienne«. […] Das Protokoll ist kunstlos, keine Prosa ist zu bewundern, die ihre Kraft aus den unscheinabren Dingen, den Belegstücken des Infra-»Ordinären«, zieht. Der Reiz, auf den Perec bei diesem Spiel setzt ist abstrakter, steckt in der experimentellen Situation selbst, der sich der Betrachter als Protokollant unterwirft.« Helmut Mayer, F.A.Z. 6. Januar 2011

»Perecs Werk lädt wie kaum eines ein, selbst Schöpfung zu werden. Er-schöpft nämlich ist der Platz in Paris nie. […] Wer weiss, dass Raymond Queneau in »Stilübungen« eine Busfahrt in Paris wie ein Telegramm, einen Sportreport oder ein Sonett auf 99 Arten geschildert hat, kann im eigenen Kopf die 111 Erwähnungen von Bussen bei Georges Perec multiplizieren und sich schwindelnd die Variationen ausmalen. Das Unendliche im Mikrokosmos eines Platzes. Dafür muss man nichts wissen, weder dass in der Kirche Saint-Sulpice der Marquis de Sade getauft wurde noch dass im Café de la Mairie Georges Bataille eine antfaschistische Widerstandsgruppe leitete. Von solchen Allgemeinplätzen räumt Georges Perec die Place Saint Sulpice leer. Entrümpelt unseren Geist. Er sieht nur sein Blickfeld. Eine mönchische Etüde mitten im mondänen Paris. Ein Wegweiser ins Heute und ins eigene Herz und Hirn.« Stefan Zweifel, NZZ, 11. Dezember 2010

»Sokrates’ Spruch [Was wir uns in Worte fassen, können hinter uns wir lassen.] können wir als Patenwort über Perecs Buch stellen, den sein »Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen«, ist zugleich auch ein Versuch, über die Leitfäden altherkömmlicher Landkarten und Stadtpläne hinwegzuschreiben.
Jeder Literaturfreund, der sich im Quartier Saint-Germain-des-Prés aufgehalten, im Café Flore, im Gasthaus Lipp, im Deux Magots einen Cognac oder auch nur eine kleines Glas Bier gerunken hat, kennt diesen Place Saint-Sulpice und schätzt ihren stimulierenden Reiz, den Georges Perec poetisch beschwört. Hier klingt sie Sprache, hier spielt die Musik!« Ludwig Harig, Lesart, 4/2010

»Voll Witz und Phantasie stellt er alles zur Verfügung, damit der Leser sich einen eigenen Roman zusammenstellt und ausdenkt!« Wolfgang Bortlik, 20minuten, 9. November 2010

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