Franz Michael Felder LIBELLE VERLAG - FRANZ MICHAEL FELDER - NÜMMAMÜLLERS
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Felders erster Roman – in neuer Edition: Ein Lebensbild aus dem 19. Jahrhundert.
[Stimmen aus dem Feuilleton] | [Angaben zu Autor und Herausgeber]


Franz Michael Felder, Nümmamüllers und das Schwarzokaspale

F R A N Z   M I C H A E L   F E L D E R
Nümmamüllers und das Schwarzokaspale

Ein Lebensbild aus dem Bregenzerwalde.
Herausgegeben von Jürgen Thaler und Ulrike Längle
Mit einem Nachwort von Hermann Kinder

232 S., schöne Klappenbroschur

Euro 18,90 [D] / 19,40 [A]
ISBN 978-3-905707-54-0

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Vernissage: 14. November 2013 in Bregenz

Das Buch
Mit diesem Text wurde der 26-jährige Franz Michael Felder als Literat bekannt. Der Bauer aus dem Bregenzerwald war ungewöhnlich belesen, so konnte er sich beim Schreiben an erfolgreichen Zeitgenossen orientieren: Den Blick von James Fenimore Cooper auf amerikanische Umbrüche fand er so faszinierend wie Bertold Auerbachs Dorfgeschichten aus dem Schwarzwald. Die Familiengeschichte um die »Nümmamüllers«, die nach Verlust ihrer Mühle und einem sozialen Abstieg die Nicht-mehr-Müllers genannt werden, entwickelt die Lebensläufe von vier Geschwistern, die aus eigener Kraft wieder zu Ansehen und Wohlstand kommen wollen. Dabei helfen sie dem mittellosen Kaspar (Kaspale) weiter, dem Sohn eines aus Graubünden eingewanderten Bettlers. Alles endet zwar mit dem Happy End einer Doppelhochzeit… Aber Felder schrieb seinen Roman um Heimatliebe, dörfliches Brauchtum und Familiensinn als »gebrochene Idylle«. Eine Tochter der Nümmamüllers wandert nach Konstanz aus, weil nur der städtische Markt ihre künstlerischen Stickwaren aufnimmt. Und einer der Söhne, der sich als »Fremdler« verdingen muss, kommt im fernen Elsass ums Leben. Schon mit seinem ersten Roman setzte Felder Positionslichter für einen notwendigen sozialen Wandel. Wirtschaftlicher Wagemut und Idealismus seiner Figuren werden als Wegweiser für regionalen Gemeinsinn sichtbar.

Der Autor
Franz Michael Felder (1839–1869), der berühmteste Vorarlberger seines Jahrhunderts, wuchs in Schoppernau auf. Ein Bauer, aber ein lesender Bauer, der so seinen Horizont weitet. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von Handelsmonopolen und die weltanschauliche Zurüstung der Untertanen durch eine bildungsfeindliche Kirche erkannte Felder bald als die Grundprobleme seiner Heimat.
Als 27-Jähriger gründete er eine landwirtschaftliche Genossenschaft. Vom Pfarrer verhetzt als »Freimaurer« und »Rot-Republikaner«, organisierte er u. a. eine erste Volksbücherei. Mit Gleichgesinnten versuchte er eine Reformpartei.
Zu größerem Ruhm kam Felder als Schriftsteller. Nach mehreren Veröffentlichungen kam sein erster Zeitroman (»Sonderlinge«) 1867 bei Hirzel heraus, und er wurde in Leipzig Ehrenmitglied des dortigen Germanistenclubs. In dieser Zeit schreibt er an seinem Roman »Reich und Arm«, in dem er die Lebensthemen des sozialen Reformers mit seiner Heimatliebe verwob.

Die Herausgeber, der Kommentator
Ulrike Längle leitet seit 1984 das Franz-Michael-Felder-Archiv zur Vorarlberger Literatur in Bregenz. Daneben wirkt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin.
Jürgen Thaler studierte Germanistik in Wien, Berlin und Jerusalem. Derzeit arbeitet er im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek. Im Zeichen der Libelle hat er den Briefwechsel zwischen Kaspar Moosbrugger und Rudolf Hildebrand (Briefe 1869–1894) herausgegeben sowie den Ausstellungskatalog zur Felder-Ausstellung in Schoppernau bearbeitet.
Hermann Kinder, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, positioniert Felders Erstling in einer Epoche von Dorfgeschichte und Zeitroman.



Stimmen aus dem Feuilleton (zu Reich und Arm):
Franz Michael Felder steht im mit seinem letzten Vorarlberg-Roman »Reich und Arm« auf der ORF Bestenliste! (Januar 2008: Platz 6; Februar 2008: Platz 4)
»Der kleine, aber engagierte Libelle-Verlag hat einen Klassiker des poetischen Realismus in Österreich neu aufgelegt. In seinem Roman "Reich und Arm", 1868 erstmals erschienen, erzählt der Vorarlberger Franz Michael Felder eine sozialkritische Geschichte aus dem Bregenzerwald. Der Germanist Karl Wagner hat ein instruktives Nachwort zu dem Band beigesteuert: "'Reich und Arm'" ist ein sozialer Roman auch darin", schreibt Wagner, "daß er die soziale Obdachlosigkeit präzise erforscht, also auch ein Gegenwartsroman für uns Heutige ist."«

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